Zukunft
VIRTUELLE BÜROS SIND KEINE SPIELE MEHR

VIRTUELLE BÜROS SIND KEINE SPIELE MEHR

Die Pariser Weltausstellung war ein Muss für jeden, der das Erblühen der Industrialisierung mitgestalten, beeinflussen und daran gewinnen wollte. Man wetteiferte, man konkurrierte, spornte sich gegenseitig an, noch schneller, noch weiter, noch mehr zu leisten, noch mehr zu produzieren, noch mehr zu kapitalisieren, … Jeder wollte der Erste sein.

Machen wir jetzt einen großen Sprung, vorwärts in das Jahr 2030. Der Ansporn besser zu sein als die Konkurrenz, treibt vermutlich im Jahr 2030 die Wirtschaft noch immer an. Der Wetteifer beflügelt weitere Errungenschaften und Fortschritte. Die Coronakrise verstärkte 2020 und 2021 den Prozess zusätzlich – die virtuelle Welt erblüht, das erste virtuelle Büro dieser Welt ist 2020 ins Leben gerufen worden.

Das virtuelle Büro von eXp Realty kann hunderte von Besucher*innen gleichzeitig aufnehmen und individuell betreuen.

 

Dieses virtuelle Büro ist kein Videospiel. Es ist das reale Bürogebäude, das reale Arbeitsumfeld einer 610 Million Dollar Company namens eXp Realty. Dort arbeiten alle 1500 MitarbeiterInnen remote auf einer virtuellen Insel. Dort kann man, wenn es gerade notwendig scheint, die Arbeit mit einer Bootstour kombinieren, aber genauso gut Besprechungen in eigens dafür festgelegten Besprechungsräumen durchführen, oder diese ganz individuell gemeinsam auf der Terrasse im 30. Stock abhalten, uvm… Dieses virtuelle Büro kann hunderte von BesucherInnen gleichzeitig aufnehmen und individuell betreuen.

 

Und jetzt frage ich Sie:

Gehören Sie zu jenen Unternehmen, die die Zukunft mit bahnbrechenden Visionen mitgestalten, oder zählen Sie zu denjenigen, die aktuell zu wenig Zeit, zu wenig Rückendeckung, aber auch zu wenig Courage aufbringen, spannende Visionen zuzulassen?

 

Deshalb ist es meiner Meinung nach wirklich wichtig, aktuell sich ehrlich und ernsthaft die Frage zu stellen:

Was könnten die neuen Impuls- und Veränderungsgrößen im Digitalisierungsprozess sein, aber auch im Umgang mit der Klimakrise? 

 

Oder anders gefragt:

Welche Vision haben Sie konkret von der Zukunft?

Wie arbeiten Sie persönlich im Jahr 2030, sofern Sie dann noch arbeiten dürfen bzw. müssen?

Hat sich die Arbeitsweise und möglicherweise auch die Ziele und entsprechenden Produkte und Dienstleistungen geändert?

Oder meinen Sie, Ihr Unternehmen läuft 2030 in ähnlicher Weise wie heute – nur mit einigen technischen Adaptionen und weniger MitarbeiterInnen, die darüber hinaus ein anderes Know-how mitbringen müssen?

Meinen Sie, dass Ihr persönliches Know-how und Verständnis von heute ausreicht, um das Leben und Arbeiten von 2030 entsprechend visionieren und in Folge auch managen zu können?

 

Sie werden jetzt ziemlich sicher denken, dass Sie das wissen und entsprechend diesem Wissen handeln. Ja, das tun Sie, davon bin ich überzeugt. Doch in der Hitze des Gefechts übersieht man, ob man will oder nicht, manche Erkenntnis und vielleicht sogar die Zukunft selbst.

Hartmut Rosa, Zeitforscher, Direktor des Max-Weber Kollegs, Professor an der Universität Erfurt und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena meint: Rechne damit, dass morgen alles anders sein wird.

Digitalisierung, Corona, aber auch das Thema Klima, das wir noch wie eine heiße Kartoffel vor uns herschieben, wird Unternehmen herausfordern, vielleicht ganz anders als erwartet. Corona zeigt uns aktuell, wie schnell manches sich verändern kann, und Horx, der Zukunftsforscher ist davon überzeugt, es wird keine Normalität mehr geben. Umso wichtiger ist es, über die Zukunft offen und ehrlich zu reden, sich neu zu orientieren. Reden wir über Ihre Zukunft, über die Zukunft Ihres Unternehmens. Die Zeit drängt, die Zukunft und die damit verbundenen Anpassungen und Korrekturen sind näher als wir meinen.

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