Das digitale Zeitalter

Jack Ma, der Gründer und Vorstandsvorsitzende der Alibaba Group, einer Gruppe von erfolgreichen Internet-Unternehmen, spricht beim World Economic Forum 2018 sehr eindringlich über die Herausforderungen in VUCA-Zeiten. 

  • Es geht nicht mehr darum, nur Faktenwissen zu vermitteln,

  • sondern die Grundwerte des Menschseins, die Softskills zu fördern, wie Empathie, Kooperation, Fürsorge, schöpferisches Denken, …

Aber genau diese Kompetenzen werden kaum in Aus- und Weiterbildung als wirklich relevant eingestuft, und entsprechend entwickelt.

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Beim World Economic Forum 2018 heißt es, dass Roboter 800 Millionen Jobs übernehmen werden – und das bereits in nächster Zeit.[vgl.] Mehr muss man eigentlich nicht dazu sagen. Das gibt doch zu denken. Aber gerade die, die das Unternehmen auf die Zukunft vorbereiten sollten, unterschätzen das Ausmaß und das Tempo des digitalen Wandels [vgl.] selbstverständlich gibt es Ausnahmen.

  • Eine aktuelle Studie belegt, dass deutsche Vorstände und Aufsichtsräte zu wenig Digitalkompetenz haben. Hier geht es jedoch weit weniger nur darum, das technische Know-How zu verbessern, sondern weit mehr darum zu verstehen, welche tiefgreifenden, nicht bloß technischen Auswirkungen die Digitalisierung auf das Business und auf jeden einzelnen, beruflich wie privat, haben wird.

Ähnlich wie Jack Ma bin ich auch schon seit mehreren Jahren hinweg davon überzeugt, dass die Digitalisierung anders, weniger technisch, verstanden werden sollte – auch wenn ich damit nicht immer nur Anerkennung ernte. Deshalb setze ich neue Maßstäbe in der Beratung und nutze u.a. andere Werkzeuge, wie beispielsweise die 5R, Achtsamkeit, Embodiment und Kunst.

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Es ist 5 Minuten vor 12:00!

Ma warnt wirklich eindringlich, die Digitalisierung und deren Auswirkungen nicht zu unterschätzen, die Softskills sind neben den fachlichen und technischen Kompetenzen ein ausschlaggebender Aspekt.

  • Das Unternehmen 4.0 zeichnet sich nicht durch den kompetentesten Einsatz von Robotern und Software-Algorithmen aus,

  • sondern erst durch ein neues Verständnis über Algorithmen und Menschen, durch eine von Softskills geprägten Zusammenarbeit der Unternehmen und ihrer Umwelt.

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Der Löwenanteil von Führungskräften führt jedoch noch klassisch, sprich agiert als Paper Natives. Mit diesem Führungsstil kann aber die rasant ansteigende Komplexität und der digitale Wandel nicht adäquat, den Herausforderungen entsprechend geführt werden. Genau das wird für die Zukunft der Unternehmen verheerende Folgen haben. [vgl.]

Viele der Führungskräfte zeigen zwar Interesse für den digitalen Prozess, und erkennen die Notwendigkeit Change-Maßnahmen zu aktivieren. Der Ruf nach CDOs ist häufig zu hören, die sollen die Unternehmen digitalisieren. Doch einfach nur alte Technik mit Neuer zu ersetzen, löst die Herausforderungen mit der Digitalisierung nicht. [vgl.]

Die folgende Gegenüberstellung soll verdeutlichen, dass der digitale Change mehr braucht als bloß den Austausch von alter mit neuer Technik. Es verdeutlicht die Notwendigkeit, eine Brücke zu bauen zwischen der alten Arbeitswelt und den Herausforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt. [vgl.1/2/3] 

Brückenbau von analog zu digital

Analog

  • Bürokratie: Überregulierung und Papierfluten

  • Hierarchie: anweisungsorientierte Kontrollmechanismen

  • Sicherheit

  • Datenschutz

  • Fach- und Faktenkompetenz

Brückenbau durch Softskills

Um Neues entstehen lassen zu können, muss Altes sinnvoll entsorgt werden. In vollgefüllten, verstaubten Räumen kann nichts Neues zur Wirkung kommen.

Es geht nicht um die komplette Zerstörung vom Alten, sondern um den respektvollen, bedachtsamen Brückenschlag von Alt zu Neu.

Das heißt:

  • Den WeQ statt den IQ nutzen, sprich Softskills einsetzen, Kontrolle abgeben und in die Fähigkeit und Lösungskompetenz der Mitarbeiter vertrauen

  • Alte Management-Methoden loslassen

  • Widerstände in neue Möglichkeiten transformieren

Menschlich-Digital

Menschliche Fähigkeiten wie Empathie, Fürsorge, Umweltbewusstsein, … generieren die Lösungen im digitalen Zeitalter, darunter zählen:

  • Vereinfachte Bürokratie u.a. durch Partizipation

  • Niedrighierarchische Systeme: Eigenverantwortung, kollaboratives Zusammenarbeiten

  • Offenheit und Experimentierfreudigkeit mit einer entsprechenden Fehlerkultur

  • Schnelligkeit und Flexibilität für die Mitarbeiter

  • Transparenz und Wissen teilen

  • globale Kontakte

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Wo stehen Sie am Weg von Analog zu Digital?

Der digitale Wandel zwingt jeden dazu, althergebrachte Strukturen und Prozesse zu überdenken, anzupassen und wenn notwendig loszulassen.

Was gilt es dabei zwingend zu berücksichtigen beziehungsweise zu hinterfragen:

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  • Vertrauen Sie dem Controlling und zahlenbasierten Aussagen mehr als Gefühlen?

  • Wie sehen Sie die Zukunft einer digitalisierten Welt? Vielleicht widerspricht es dem Bild von Jack Ma und seinen Ängsten in Bezug auf die Herausforderungen.

  • Doch wenn Ma Recht hat, und die Auswirkungen der Digitalisierung sind tatsächlich so weitreichend, welche Verluste könnten dann auf Sie zukommen – arbeitstechnisch wie auch persönlich?

  • Wieviel Mut bringen Sie auf wirklich tiefgreifende Innovationen, soziale Innovationen zuzulassen? 

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Was können wir gemeinsam tun

Wie schon gesagt, ich bin wie Jack Ma davon überzeugt, dass die Digitalisierung weit mehr von jedem verlangen wird, als das was viele aktuell dafür einzusetzen bereit sind.

Das gilt es zu aller erst einmal zu respektieren. Das hat selbstverständlich Gründe, die genau dorthin führen, wo ich fast immer starte bzw. oftmals auch starten muss:

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Auseinandersetzung mit der Macht der Gewohnheiten

Die Gewohnheit ist tief im Gehirn verankert, und belohnt jeden Schritt, der auf alten, ausgetretenen Pfaden gegangen wird – selbst dann, wenn diese von außen betrachtet gar nicht mehr so gut sind. 

Die meisten Menschen kämpfen nicht mit der Angst vor Neuem, sondern mit dem Verzicht auf den gewaltigen gehirneigenen Bonus, der bei gewohnheitskonformen Verhalten ausgeschüttet wird. 

Die Gewohnheiten zu ändern, löst jedoch Stress aus. Und damit sind wir gleich beim nächsten heiklen Punkt in Veränderungsprozessen. Stress ist der Hemmschuh von New-Work.

Stress gut in den Griff bekommen

Das Bewusstsein, im Besonderen das höhere Bewusstsein mit dem rationalen Bewusstsein, wie auch das emphatische Fühlen, ist im Stressmodus nahezu lahmgelegt. Genau das führt in der Folge dazu, die Dinge zu verharmlosen. Die Führungskräfte zeigen dann ein Verhalten: „Wir haben alles im Griff“.

Viele Führungskräfte meinen, wenn sie es bisher mit ihrem Stress geschafft haben erfolgreich voranzuschreiten, dann werden sie die VUCA-Herausforderungen in der gleichen Weise auch schaffen. Aber diese Annahme ist trügerisch. Das kann niemandem vorgeworfen werden.

Darüber hinaus ist für viele Unternehmen ein entsprechendes Stress-Management der Führungskräfte, wie auch MitarbeiterInnen eine persönliche Angelegenheit.

Scheinbar geht man davon aus, dass die meisten Führungskräfte und MitarbeiterInnen von Haus aus gut mit Stress umgehen können. Studien belegen jedoch das Gegenteil. Zudem führt Stress dazu, dass im selben Maß die Ängste steigen.

Ängste nicht verdrängen

35% der befragten Innovationschefs gaben zu, dass sie selbst Innovationen aus Angst verhindert haben.

In meiner Arbeit als Coach und Berater erlebe ich fast täglich, wie Angst wirkt bzw. wie versucht wird, die Ängste still und heimlich beiseite zu schieben, mit der Hoffnung, dass sie dann ganz verschwinden. Das ist vollkommen verständlich.

Sobald man etwas ändert, muss etwas Altes verabschiedet werden. Das löst Verlustängste aus. Darüber hinaus gibt es keine Garantie, dass das Neue besser ist. So geraten wir in eine Dilemmata-Situation.

Ich werde Sie ermutigen, Ihre Ängste nicht zu oft zu verdrängen, sondern Ihre Ängste als Ratgeber zu sehen, der Ihnen hilft Herausforderungen verantwortungsvoll zu managen.

Neue Kompetenzen aufbauen

Erst bei Aufarbeitung dieser Punkte, der Macht der Gewohnheit, Stress und Angst, kann ein Veränderungsprozess richtig greifen – das ist meine langjährige, intensive Erfahrung mit Change-Prozessen.

In dieser Arbeit stütze ich mich neben meiner Fach- und Führungsexpertise auch auf mein zusätzliches Wissen über Transition und Embodiment.

Das dient mir als erweitertes Grundgerüst, in welchem ich neben dem klassischen Instrumentarium weitere Werkzeuge, wie Achtsamkeit, 5R, Design Thinking, … je nach Notwendigkeit, Bedarf oder auch Wunsch zum Einsatz kommen lasse.

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